Kostenlose Karriereberatung: Unser Newsletter


Wir stellen unser besonders umfassendes, fundiertes Know-how im Bereich Beruf / Karriere / Bewerbung“ seit Jahrzehnten in der Öffentlichkeit unter Beweis. Ein zentrales Instrument dazu ist unser regelmäßig kostenlos und ohne Verpflichtung für Sie versandter Newsletter (derzeit etwa alle 14 Tage).

Mit diesem Instrument bieten wir Ihnen entweder wertvolle Informationen über das "Funktionieren" unseres beruflichen Systems und/oder sogar die Möglichkeit, eigene Probleme in völliger Anonymität zur Diskussion zu stellen und dafür Lösungsansätze zu erhalten. 

Anmeldung: 

Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Stichwort "Newsletter" an karriere@8032e97ffa924d60a973c0d10c20dbddheiko-mell.de

Hier stellen wir Ihnen erst ein sich weitgehend selbst erklärendes Muster unseres Newsletters vor und bilden danach die unumgänglichen "Spielregeln" dazu ab. Sie können den Bezug jederzeit stoppen. Ihre Daten werden nicht weitergegeben und nur für diesen genannten Zweck verwendet. Sie haben uns gegenüber keinerlei Verpflichtung.

Ein Auszug aus unserem Newsletter

Leser XXX/a: Ich habe von meinem langjährigen Arbeitgeber anlässlich meines Ausscheidens („auf eigenen Wunsch“) ein Zeugnis bekommen. Es enthält die zusammenfassende Beurteilung „stets zu unserer vollsten Zufriedenheit“, die ja wohl für „sehr gut“ steht. Jetzt sagte mir ein Personalleiter, dass er das Dokument sehr viel schlechter einstufen würde. Ist das möglich?

Heiko Mell: Ja, durchaus. Und das Zeugnis ist vermutlich auch noch mit voller Absicht so „missverständlich“ formuliert worden. Lesen Sie bitte die „Karriere-Basics“ (KB) Nr. 80 im Kapitel „XII. Zeugnis“. Die in Ihrem Fall angewandte Methode: Man erteilt die vom betroffenen Mitarbeiter vorrangig erwartete Gesamtnote „sehr gut“ – damit der Beurteilte „Ruhe gibt“. Dann benotet man jedoch die Details zu Eigenschaften und Fähigkeiten erkennbar schwächer. Aus dem Gesamtbild erkennt der Fachmann die wahre Meinung des früheren Arbeitgebers, zumindest wird er misstrauisch.

Ursächlich für dieses Durcheinander sind die engen Vorschriften (Gesetze, Rechtsprechung), die zu solchen „Klimmzügen“ verleiten, weil eine wahrheitsgemäße kritische Beurteilung nicht erlaubt ist, auch wenn sie gerechtfertigt wäre.

Leser XXX/b: Ich verstehe mich mit meinem Chef-Chef besser als mit meinem direkten Vorgesetzten. Jetzt spricht mich der Chef-Chef öfter direkt an, bestellt mich zum Bericht über den Stand meiner Projekte. Ich spüre, dass meinem direkten Vorgesetzten diese Kontaktschiene missfällt. Aber was kann ich machen?

Heiko Mell: Das ist eine hochgefährliche Situation für Sie. Fest steht: Um als „guter Mitarbeiter“ zu gelten, was stets angestrebt werden sollte, brauchen Sie die uneingeschränkte Anerkennung durch Ihren direkten Chef (siehe „Karriere-Basics“ Nr. 13 im Kapitel „IV. Grundregeln einer erfolgreichen Berufstätigkeit“). Der ärgert sich wegen Ihres Direktkontaktes nach „oben“ zwar auch über seinen Vorgesetzten, hält sich ihm gegenüber aber mit Kritik vorsichtshalber zurück. Vor allem aber ärgert er sich über Sie – weil Sie an ihm vorbei diese Kontakte wahrnehmen und er nicht weiß, was Sie „oben“ alles so erzählen. Ihnen den Direktkontakt zu seinem Chef zu verbieten, das riskiert er nicht.

Also wendet er sich mehr und mehr gegen Sie. Davor übrigens schützt Sie auch Ihr Chef-Chef nicht, mit solchen „Banalitäten“ will der nichts zu tun haben – und außerdem wäre er im Unrecht.

Lesen Sie bitte auch „Karriere-Basics“ (KB) Nr. 24 im Kapitel „VI. Das Verhältnis zu Ihrem Vorgesetzten – die zentrale Erfolgsbasis für alles“. Ihr Vorgesetzter fühlt sich von Ihnen etwas missachtet! Und in KB Nr. 47 in Kapitel VI. lesen Sie, dass Sie gegen ihn nicht gewinnen können – das kann bis zum erforderlichen Arbeitgeberwechsel eskalieren. Wenn Sie dann noch in KB Nr. 51 im Kapitel VI. schauen, sind Sie hinreichend sensibilisiert; KB Nr. 90 im Kapitel VI. warnt Sie nachdrücklich.

Als Lösungsansatz: Reden Sie mit beiden, zunächst mit dem direkten Chef. Zeigen Sie ihm, dass Ihnen der unmittelbare Kontakt „nach oben“ peinlich ist und dass Sie eventuelle Vorbehalte seinerseits verstehen könnten. Versichern Sie ihm gegenüber, dass Sie um Abhilfe bemüht sein werden, aber sich gegenüber dem Chef-Chef nicht einfach weigern können. Versprechen Sie ihm, dass Sie ihn nach jedem solcher Kontakte „mit oben“ sofort informieren.

Dann reden Sie vorsichtig mit dem Chef-Chef und geben Ihrer Vermutung Ausdruck („ich habe das Gefühl“), Ihr direkter Vorgesetzter betrachte den direkten Kontakt des ihm unterstellten Mitarbeiters mit seinem Chef bereits mit Misstrauen. Fragen Sie den Chef-Chef, ob er nicht Ihren Vorgesetzten zu solchen Gesprächen hinzuziehen könne oder ob es nicht einen anderen „offiziellen Weg“ gäbe, der Sie nicht in die „konspirative Ecke“ stelle. Vielleicht kann Ihr Chef-Chef lieber schriftliche Berichte von Ihnen anfordern (mit Kopie an Ihren Vorgesetzten), dann lässt sich nachweisen, was Sie „so alles nach oben berichten“. Von Ihnen ist sehr viel Fingerspitzengefühl gefordert!

Die "Spielregeln" für das Leser-Forum

Sie haben ein individuelles berufliches Problem, stehen vor einer wichtigen Entscheidung, wollen Fehler vermeiden oder Sie haben ein grundsätzliches Anliegen im Hinblick auf die Regeln des Systems.

Sie schreiben uns unter dem Stichwort „Leser-Forum“ (karriere@bc2188b67162466ba7fc3f35ddc55d8bheiko-mell.de); bei der Textlänge denken Sie bitte an unseren begrenzten Platz für die spätere Gesamtdarstellung von Problem und Lösung.

Wir veröffentlichen solche Zuschriften in unserem Newsletter und zeigen dort mögliche Lösungen auf. Zugänglich ist beides nur für unsere Newsletter-Abonnenten bzw. die Bezieher unserer bisher veröffentlichten Karriere-Basics.

Das zentrale Konzept dieser Aktion:

Bei unseren Lösungsansätzen weisen wir, wo immer das möglich ist, u. a. auf konkret zutreffende Karriere-Basics hin und zeigen so, wie man in der Praxis damit arbeiten kann.

Die Rahmenbedingungen: Dieser Service ist kosten- und verpflichtungsfrei. Eine Auswahl und ggf. Kürzungen/Veränderungen der Zuschriften behalten wir uns vor.

Alle Angaben von Ihnen werden anonymisiert, weder Ihr Name noch eventuelle Firmenbezeichnungen werden genannt – wir haben dieses Prinzip mehr als dreißig Jahre erfolgreich umgesetzt. Aber Sie verstehen, dass wir keine anonymen Einsendungen bearbeiten möchten. Ihr Name sollte für uns erkennbar sein.

Eine Verbindung zu unseren kostenpflichtigen Leistungen gibt es nicht; alle dort eingehenden Aufträge werden selbstverständlich strikt vertraulich behandelt. Eine Haftung unsererseits für Veröffentlichungen im Rahmen dieses Leser-Forums ist ausgeschlossen.